Laufrad Test 2017 – Die Top 5 im Test

Damit sich Ihr Kind perfekt auf das Fahrradfahren vorbereiten kann, ist es sinnvoll, es zuerst mit einem Laufrad vertraut zu machen. Die Bewegungen, die Ihr Kind auf dem Laufrad vollzieht, fördern seine motorische Entwicklung und schulen seinen Gleichgewichtssinn. Aus diesem Grund fällt ihm später der Umstieg auf ein Fahrrad sehr leicht. Hinzu kommt, dass Kinder, die bereits mit einem Laufrad geübt haben, meist keine Stützräder benötigen, wenn Sie Fahrradfahren lernen.

Laufrad Bestenliste 2017

Testsieger Preis-Leistungs-Sieger
Wishbone Recycled Edition 3-in-1 Laufrad
Puky LR 1L BR Laurad
Kettler Speedy Laufrad
HUDORA Toddler Laufrad
Pinolino Pirat Laufrad
Modell Wishbone Recycled Edition 3-in-1 Puky LR 1L BR Kettler Speedy HUDORA Toddler Pinolino Pirat
Bewertung
Testergebnis 1.2 1.3 1.5 1.9 2.0
Sattelhöhe 23 - 50 cm ca. 34 cm 33 - 43cm 29 - 33 cm 28 - 44 cm
Sitzhöhe verstellbar
Material 70% recycelte Teppiche Metall Metall Metall Holz
Handbremse
Reifen Größe 12 Zoll 12 Zoll 10 Zoll 10 Zoll 10 Zoll
Gewicht 4,8 Kg ca. 5,2 kg ca. 3,3 Kg ca. 0,9 Kg ca. 4,8 Kg
Nutzungsbeschränkung ab 85 cm Größe, max. 30 Kg ab 90 cm Größe max 50 kg Belastung max. 35 kg Belastung bis 5 Jahre
Extra großer Wendekreis, 3 Räder tiefer Einstieg, Ständer, Lenkerpolster, Fußsteg Lenkerpolster tiefer Einstieg, Reifen unplattbar, Lenkerhöhe verstellbar, Lenkerpolster Reifen unplattbar
Preis

217,60 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

89,04 €

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Das Wichtigste auf einen Blick

Entwickelt wurde die Laufmaschine, die nach ihrem Erfinder Karl Drais auch als Draisine bezeichnet wurde, im Jahr 1817. Bereits ein Jahr später wurde das Laufrad, das noch heute als Urform des Fahrrads gilt, patentiert und erhielt neben dem badischen Privileg auch das französische Brevet.
Obschon das Laufrad anfangs lediglich für Erwachsene ausgelegt war, folgten 17 Jahre nach Einführung der Laufmaschine auch Laufräder für Kinder. Mit der Entstehung robuster neuer Kinderlaufräder im 20. Jahrhundert, die auch als Balance Bicycle bezeichnet und für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren konzipiert waren, errang die Erfindung von Karl Drais schnell Popularität.

Mittlerweile gibt es Kinderlaufräder in vielen verschiedenen Ausführungen: Neben Standardlaufrädern über Holzlaufräder bis hin zu federleichten Hightech-Maschinen – der Markt hat viel zu bieten. Aus diesem Grund möchten wir Sie in diesem Laufrad Test 2017 mit allen wichtigen Informationen rund um das Laufrad versorgen. Wir erklären Ihnen nicht nur, wie ein Laufrad funktioniert und welche Arten von Laufrädern es gibt, sondern informieren Sie auch darüber, was Sie beim Kauf beachten müssen.

Zudem erfahren Sie welche Vorteile ein Laufrad bietet, welches nützliche Zubehör Sie erwerben können und wie Sie ein Kinderlaufrad richtig warten und pflegen. Darüber hinaus geben wir Ihnen Hintergrundwissen zu den Top-Marken und stellen Ihnen im Laufrad Test 2017 einige Laufrad-Modelle vor. Und letztlich beantworten wir noch häufig gestellte Fragen rund um das Produkt Laufrad.

kleiner Junge sitzt auf der Bank, neben ihm lehnt sein grünes Laufrad

Das Laufrad: Ein kleiner Überblick

Bei einem Laufrad handelt es sich um ein Kinderfahrzeug, dass für Kinder ab einem Alter von etwa zwei Jahren geeignet ist. Vom Aussehen her ähnelt ein Laufrad einem Fahrrad, allerdings verfügt es nicht über Pedalen und ist deutlich kleiner. Auch die Sitzhöhe ist niedriger. Dadurch können die Kinder den Boden mit den Füßen gut erreichen und sich abstoßen um sich auf dem Laufrad vorwärts zu bewegen.

Neben Laufrädern gibt es auch sogenannte „Lauflernräder“, welche bereits für Kinder ab einem Alter von einem Jahr geeignet sind. Sie gelten als optimales Training für das Fahren eines Laufrads. Derartige Erstfahrzeuge zeichnen sich dadurch aus, dass sie noch kleiner und einfacher zu benutzen sind als Laufräder. Zudem verfügen Lauflernräder über vier Räder, so dass sie kippsicher sind und bei kleinen Kindern ein Gefühl von mehr Stabilität und Sicherheit hervorrufen. Erstfahrzeuge sind entweder mit einem Lenker oder einem Lenkrad ausgestattet.

Grundsätzlich ist der körperliche Entwicklungsstand eines Kindes dafür ausschlaggebend, welches Laufrad Sie wählen sollten. Meist sind zweijährige Kinder in der Lage das Fahren mit einem Laufrad zu lernen. Allerdings ist der exakte Zeitpunkt von der körperlichen Entwicklung sowie den motorischen Fähigkeiten des Kindes abhängig.

Kleines Kind fährt auf einem Laufrad aus Holz

Wichtig ist, dass Ihr Kind sicher Stehen und auch Laufen kann.
Im Allgemeinen bereitet das Laufrad Kindern viel Freude. Zugleich werden diverse Fähigkeiten gefördert, an erster Stelle die Beweglichkeit, Motorik und Gleichgewichtssinn. Durch das Abstoßen vom Boden, kommt es zu einer Stärkung der Beinmuskulatur.

Durch das Umfahren von Hindernissen, wird die Reaktionsfähigkeit trainiert. Das zielgerichtete Steuern des Fahrzeugs kann dank des Lenkers geübt werden. Auf diese Weise kommt es zu Weiterentwicklung der Auge-Hand-Koordination der Kinder und auch das Konzentrationsvermögen wird gestärkt.

Welche Arten von Laufrädern gibt es?

Im Allgemeinen wird zwischen drei differenten Laufrad-Arten, die wir in diesem Laufrad Test 2017 etwas genauer vorstellen werden, unterschieden. Bei diesen handelt es sich um Holzlaufräder, Metalllaufräder und Kunststofflaufräder.

Holzlaufräder

Laufrad aus Holz

Holzlaufräder sind sehr beliebt und können in unterschiedlichsten Ausführungen erworben werden. Jedes Produkt von dieser Art verfügt über einen Holzrahmen. Gerade, weil es sich bei Holz um einen ökologischen Rohstoff handelt, eignet er sich hervorragend für die Herstellung von Laufrädern. Beschichtet werden die Rahmen der Holzlaufräder in der Regel mit einer schlagfesten Lackierung. Laufräder aus Holz verfügen teils über die Option, dass der Holzrahmen umgebaut und der Größe des Kindes angepasst werden kann. Ein hochwertiges Laufrad aus Holz verfügt über gepolsterte und gummierte Lenkgriffe sowie einen höhenverstellbaren Sattel.

Grundsätzlich sollten Sie bei einem Modell aus Holz darauf achten, dass das Rad ein geringes Gewicht aufweist, damit es von Ihrem Kind gut gesteuert und ausbalanciert werden kann. Achten Sie zudem darauf, dass es keine scharfen Kanten oder Ecken aufweist, dass das Holz nicht splittert und alle Elemente aus Holz gut verleimt sind.

Metalllaufräder

Kleines Mädchen fährt mit seinem rosa Laufrad durch eine Pfütze

Bei Metalllaufrädern handelt es sich um eine weitere, mittlerweile auf dem Markt gut etablierte Laufrad-Art. In der Regel punkten Laufräder aus Metall aufgrund ihrer sportlichen Optik und können mit diversen Sonderausstattungen erworben werden.

So gibt es zum Beispiel Metalllaufräder mit Trittbrett. Dank eines Trittbretts wird Ihrem Kind das Aufsteigen erleichtert. Außerdem können sie auch beim Fahren mit dem Laufrad ihre Füße abstellen, so dass der Gleichgewichtssinn noch besser trainiert werden kann. Entsprechend eignen sich Metalllaufräder mit Trittbrett besonders für Kinder von zwei Jahren.

Andere Metalllaufräder verfügen beispielsweise über eine Bremse oder einen Seitenständer. Während der Seitenständer als Zusatzoption bereits für Kindern ab zwei Jahren sinnvoll sein kann, um das Laufrad zu parken, eignet sich eine Handbremse in der Regel erst für Kinder ab drei Jahren, zum vorbereitenden Training auf das Fahrradfahren.

Die meisten Metalllaufräder sind für Kinder zwischen zwei und drei Jahren konzipiert, wobei auch hier die körperliche Entwicklung entscheidend für die Laufrad-Größe ist. Während für kleinere Kinder ein 10 Zoll Laufrad meist gut geeignet ist, benötigen größere Kinder ein 12 Zoll Laufrad.
Metalllaufräder zeichnen sich im Allgemeinen durch höhenverstellbare Lenker und Sattel aus, so dass beide individuell angepasst werden können. Zudem besitzt ein Laufrad aus Metall einen stabilen Stahlrohrrahmen, der in den unterschiedlichsten Farben lackiert sein kann. Die Rahmen sind häufig beschichtet, wobei die Art der Beschichtung variiert: Neben schlagfesten metallic Lackierungen und stoßfesten Pulverbeschichtungen gibt es auch Laufräder mit lichtbeständigen und kratzfesten Acrylbeschichtungen.

Der Laufrad Test 2017 hat gezeigt, dass Laufräder aus Metall in der Regel über gummierte Sicherheitsgriffe verfügen. Teilweise punkten diese Laufräder auch über einen integrierten Lenkerprallschutz, so dass Ihr Kind zusätzlich geschützt ist. Meist sind die Sattel von Metalllaufrädern ergonomisch geformt, gepolstert und deshalb sehr bequem. Ebenso wie bei Holzlaufrädern variiert die Bereifung der Metalllaufräder: Neben der herkömmlichen Luftbereifung gibt es auch Laufräder mit Vollgummi-Reifen.

Kunststofflaufräder

Neben Holz- und Metalllaufrädern können Sie sich auch für ein Kunststofflaufrad entscheiden. Diese Laufrad-Art zeichnet sich vorrangig dadurch aus, dass sie über ein geringes Gewicht verfügen, so dass Sie sich für kleine Kinder besonders gut eignen. Hinzu kommt, dass Kunststofflaufräder sehr strapazierfähig und einfach zu reinigen sind. Für die Herstellung des Rahmens von Kunststofflaufrädern wird entweder hochwertiger Polyethylen oder aber glasfaserverstärkter Kunststoff verwendet. Die Lenkergriffe von Kunststofflaufrädern sind teilweise stufenlos höhenverstellbar und so konzipiert, dass sie dem Kind ausreichend Sicherheit bieten.
Sollten Sie ein Kunststofflaufrad wählen, achten Sie darauf, dass es keine scharfen Kanten und Ecken aufweist und es sich um gut verarbeitetes und stabiles Material handelt.

Anders als für Metalllaufräder gibt es für Kunststofflaufräder kaum Zubehör wie zum Beispiel eine Handbremse oder einen Seitenständern. Im Lieferumfang von Kunststofflaufrädern sind jedoch manchmal Aufkleber enthalten, dank der das Laufrad den individuellen Touch erhält.

Lauflernräder

Wie bereits im Laufrad Test 2017 erläutert, eignen sich sogenannte Lauflernräder als Erstfahrzeuge bereits für Kinder ab einem Jahr. Lauflernräder sind einfacher in der Handhabung und besitzen ein sehr geringes Gewicht. Die meisten Hersteller setzen aufgrund der Strapazierfähigkeit auf die Herstellung aus Kunststoff.

Kleiner Junge mit Fahrradhelm fährt auf seinem Laufrad

Worauf ich beim Online-Kauf achten sollte

Grundsätzlich sind der körperliche und der motorische Entwicklungsstand Ihres Kindes für die Wahl des passenden Laufrades die entscheidenden Kriterien. Unerlässlich ist, dass Ihr Kind sicher Stehen und Laufen kann, um ein Laufrad zu steuern. Zudem sollte es eine bestimmte Körpergröße aufweisen. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind, wenn es auf dem Rad sitzt, beide Füße fest auf dem Boden abstellen kann. Die Beine dürfen nicht komplett durchgestreckt sein, denn dies erschwert das Abstoßen mit den Füßen vom Boden.

Messen Sie vor dem Kauf die Schrittlänge Ihres Kindes und die Sitzhöhe des Laufrads. Beim Vergleich beider Werte sollte die Schrittlänge Ihres Kindes mindestens zwei Zentimeter größer sein als die Sitzhöhe des Laufrads. Ist dies der Fall, können Sie sicher sein, dass sich Ihr Kind mit dem Gefährt fortbewegen kann.

Unser Laufrad Test 2017 hat gezeigt, dass ein gutes Laufrad sich durch bestimmte Merkmale auszeichnet. Diese möchten wird Ihnen im Folgenden kurz erläutern. Sie wissen bereits, dass ein Laufrad aus Holz, Metall oder Kunststoff gefertigt sein kann. Natürlich hat jedes Material seine Vor- und Nachteile – grundsätzlich sollten Sie bei allen Materialien auf eine gute Verarbeitung achten.

Zudem sollten der Sattel und der Lenker des Laufrades höhenverstellbar sein. Auf diese Weise kann das Rad – metaphorisch formuliert – mitwachsen. Sinnvoll ist es zudem, darauf zu achten, dass der Sattel gepolstert ist und eine ergonomische Form aufweist. Auch die Enden des Lenkers sollten gepolstert sein, um die Verletzungsgefahr zu minimieren.

In Bezug auf die Laufrad-Reifen können Sie zwischen einer herkömmlichen Luftbereifung oder aber Schaum- und Vollgummireifen wählen. Fakt ist, dass konventionelle Luftreifen viel Grip haben und weicher abfedern als die anderen Reifenarten. Und letztlich sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass das Laufrad gut zu handhaben ist.

Vorteile & Besonderheiten eines Laufrads

Dass das Dreirad in Bezug auf die Popularität bei kleinen Kindern vom Laufrad abgelöst wurde, ist nicht verwunderlich, denn es bietet mehr Optionen ein Kind motorisch zu fördern und dient zudem als hervorragendes Training, um später das Fahrradfahren zu lernen. So müssen Kinder, die Laufrad fahren, recht früh lernen, die Balance zu halten. Auch die Aufmerksamkeit des Kindes wird beim Laufradfahren gefordert, denn es muss lernen, entweder mit der Handbremse oder aber mit den Beinen rechtzeitig zu bremsen. Geschult wird das Kind zudem, weil es mithilfe der richtigen Lenkbewegungen möglichen Hindernissen ausweichen muss. Ein sehr großer Vorteil ist, dass Kinder all dies dank dieses Gefährts spielend lernen – und zwar im doppelten Sinne des Wortes, denn sie lernen beim Spielen auf spielend leichte Art und Weise.

Die Vorteile von Laufrädern im Überblick:
– motorische Fähigkeiten werden früh geschult
– Mobilität des Kindes wird gefördert
– Gleichgewichtssinn wird gestärkt
– Spaßfaktor

Die Nachteile von Laufrädern im Überblick:
– Das Laufrad wird schnell zu klein
– zahlreiche Laufräder verfügen nicht über Bremsen
– keine Stützfunktion

Zwei kleine Jungen fahren mit ihrem Laufrad durch heruntergefallenes Herbstlaub

Nützliches Zubehör

Das richtige Zubehör bieten den Kindern entweder mehr Sicherheit, ist zweckmäßig oder erhöht den Spaßfaktor. Natürlich informieren wir Sie in unserem Laufrad Test 2017 deshalb auch über einige Zubehörteile.

Ein passender Helm für mehr Sicherheit beim Laufrad fahren
Entscheiden Sie sich für ein Laufrad, sollten Sie sich auch für einen Helm entscheiden, um die Sicherheit Ihres Kindes zu erhöhen. Achten Sie beim Kauf des Helms darauf, dass dieser richtig passt. Zudem sollte der Verschluss des Helmes sicher einrasten und über einen Einklemmschutz verfügen, damit Ihr Kind nicht versehentlich die Haut einklemmt. Gute Helme haben zudem ein effizientes Belüftungssystem.
Die entsprechende Helmgröße können Sie ermitteln, indem Sie den Kopfumfang Ihres Kindes mit einem Maßband messen und im Anschluss anhand einer Tabelle die richtige Helmgröße ermitteln.

Eine Klingel erhöht den Spaßfaktor
Montieren Sie eine Klingel an den Lenker des Laufrads erhöhen Sie definitiv den Spaßfaktor für Ihr Kind. Sollte Ihr Kind noch recht klein sein und eine Klingel nicht richtig betätigen können, ist eine Hupe eine gute Alternative, denn sie ist in der Regel leichter zu handhaben.

Bei dem ein oder anderen Modell sind einige Zubehörteile bereits im Lieferumgang enthalten. Zu diesen gehören unter anderem ein Seitenständer oder eine Handbremse. Natürlich können Sie diese Zubehörteile auch separat kaufen, um das Laufrad nachzurüsten. Bei anderen Modellen gehören eine Lenkertasche oder ein Lenkerprallschutz zum Lieferumfang. Und wieder andere Hersteller liefern das Laufrad mit tollen Stickern, so dass Sie es gemeinsam mit Ihrem Kind individuell gestalten können.
Sinnvoll ist auch der Kauf einer Laufradtasche, so dass Ihr Kind bestimmtes Spielzeug transportieren kann und stets eine Trinkflasche dabei hat.

Die richtige Wartung und Pflege eines Laufrads

Kleinkinder und Kinder, die mit einem Laufrad fahren, benutzen Ihr Gefährt in der Regel mit viel Enthusiasmus – entsprechend weist das Rad die normalen Verschleißerscheinungen auf. Beim Fahren wird das Gefährt natürlich auch schmutzig. Ein Grund, warum das Material eines Laufrades belastet wird, sind die in Mitteleuropa herrschenden schwankenden Wetterverhältnisse – Sonne, Regen und Schnee machen eine regelmäßige Pflege nötig. Wir erklären Ihnen in unserem Laufrad Test 2017, worauf Sie bei der Pflege und Wartung des Gefährts achten müssen.

Zum Entstauben und Reinigen des Laufrads benötigen Sie lediglich warmes Wasser, ein mildes Reinigungsmittel und einen herkömmlichen Schwamm. In der Regel ist die Verwendung teurer Reinigungsmittel nicht notwendig, es sei denn, das Laufrad weist hartnäckige Verschmutzungen wie zum Beispiel Ölflecken auf. Die meisten Laufräder verfügen über eine Schutzlackierung, so dass weder Temperaturschwankungen noch Wettereinflüsse oder kleinere Stöße dem Laufrad etwas anhaben können. De facto sind Laufräder aus Holz natürlich anfälliger in Bezug auf Feuchtigkeit und Nässe. Aus diesem Grund sollten Holzlaufräder vor allem im Herbst und im Winter untergestellt beziehungsweise ins Haus geholt werden, damit das Holz nicht aufquellen kann.

Als sorgsame Eltern sollten Sie das Laufrad Ihres Kindes zudem in regelmäßigen Abständen inspizieren. Schauen Sie nach, ob die Reifen noch über genügend Luft verfügen, ob am Holzrahmen etwas abgesplittert ist etc. pp. Gegebenenfalls sollten Sie die Höhe des Lenkers und des Sattels nachjustieren, um eine sichere Position beim Sitzen sowie einen optimalen Griffwinkel zu garantieren.

Junge lehnt sich auf sein rotes Laufrad

Alle Top-Marken auf einen Blick

Kokua

Bei Kokua handelt es sich um einen Hersteller, der sich auf die Produktion von Kinderfahrrädern und Laufrädern spezialisiert hat. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Roetgen in Deutschland. Das Unternehmen Kokua ist dank seiner Like-to-Bike-Serie ein Wegbereiter in Sachen Holzlaufräder, da Kokua die ersten Holzlaufräder überhaupt herstellte. Heutzutage erfreuen sich Kokua-Laufräder großer Beliebtheit rund um den Globus und werden von vielen Vertriebspartnern und in zahlreichen Verkaufsstellen angeboten. Grundsätzlich überzeugen die Laufräder von Kokua mit technischen Innovationen, welche sich auch aus der Kooperation mit Kinderpsychologen und Kinderärzten ergeben. Summa summarum ist Kokua ein Laufradhersteller, der vom Markt nicht wegzudenken ist.

Kettler

Die Heinz Kettler GmbH & Co. KG wurde im Jahr 1949 gegründet, ist zu einem Global Player avanciert und überzeugt durch ein Produktsortiment, dass von Küchen- über Garten- bis hin zu Freizeit- und Sportgeräten reicht. Zur Kettler-Gruppe gehören mittlerweile auch die MWH Metallwerke Helmstadt sowie mehrere Möbelhersteller. Kettler verfügt über einen Hauptsitz in Deutschland sowie diverse Firmenniederlassungen in Europa und den USA. Bekanntheit erlangte das Unternehmen seit den 1960er Jahren vor allem durch die Entwicklung des Kettcars. Seit dem Jahr 2005 wird Kettler von der Tochter Heinz Kettlers geführt. Die umfangreiche Produktpalette von Kettler umfasst neben Trampolinen, Fahrrädern und Kettcars auch hochwertige Laufräder. In unserem Laufrad Test 2017 können wir zum Beispiel das Kettler Laufrad Speedy, das später noch genauer vorgestellt wird, empfehlen. Auch in Bezug auf Laufräder setzt Kettler auf erstklassige Materialien, Funktionalität, eine hochwertige Verarbeitung und ein innovatives Design.

Coolproducts

Ursprünglich handelt es sich bei Coolproducts um einen Produzenten von Rennrädern, der sich jedoch vor einigen Jahren dazu entschieden hat, auch hochwertige Metalllaufräder herzustellen und zu vertreiben. Mittlerweile gehört Coolproducts aufgrund der Innovativität der Produkte zu den führenden Herstellern von Laufrädern weltweit. Besonders erfolgreich und populär ist die S‘cool-Serie von Coolproducts, da sie aufgrund der Verwendung qualitativ hochwertiger Materialien, einer einwandfreien Verarbeitung und dem daraus resultierenden ungetrübten Spaßfaktor sowohl bei Kindern als auch bei Eltern punktet.

Early Rider

Alle die ein Laufrad kaufen möchten, das höchsten Ansprüchen genügt, über bestmögliche Materialien verfügt und eine exzellente Verarbeitung aufweist, sollten sich das Laufrad-Sortiment von Early Rider definitiv genauer ansehen. Das Unternehmen produziert seit 1997 Laufräder und stellt alle verbauten Komponenten – angefangen beim Sattel über den Rahmen bis hin zum Lenker – selbst her.
Dank des hochmotivierten Early Rider-Teams ist das aus Fürth stammende Unternehmen zu einem Laufrad-Produzenten avanciert, der europaweit punkten kann. Early Rider hat mittlerweile eine Tochtergesellschaft in Belgien gegründet und beliefert sowohl in Deutschland als auch in den Benelux-Ländern zahlreiche Fachgeschäfte.

Puky

Bei Puky handelt es sich um ein mittelständisches Unternehmen, das bereits im Jahr 1949 gegründet wurde. Mittlerweile gehört das Unternehmen seit mehr als 60 Jahren zu den führenden Herstellern für Kinderfahrzeuge differenter Art. Während Puky anfangs vor allem Kinderfahrräder und Roller herstellte, wurde die Produktpalette später auch auf Go-Karts, Dreiräder und Laufräder ausgedehnt.
Das Unternehmen sitzt seit dem Jahr 1958 in Wülfrath in der Nähe von Düsseldorf und arbeitet eng mit mehreren Behindertenwerkstätten aus dieser Region zusammen. Im Durchschnitt produziert Puky im Jahr 500.000 Fahrzeuge für Kinder, die weltweit in mehr als 40 Ländern verkauft werden.

Puky Laufräder zeichnen sich aus durch hochwertige Materialien, innovative Technologien, eine ergonomische Bauweise und eine hervorragende Handhabung. Dabei geben die ausgezeichneten Ergebnisse der Puky Laufräder in den zahlreichen Produkttests dem Unternehmen in der Entscheidung Recht, dass fast ausschließlich in Deutschland produziert wird.
Punkten können Laufräder von Puky auch durch eine sehr gute Verfügbarkeit von Ersatzteilen und einem recht hohen Wiederverkaufswert.

Beliebte Laufrad-Modelle und Alternativen

Laufrad Kettler Speedy 10 Zoll

Das Kettler Speedy Laufrad wird vormontiert geliefert und kann auch von Laien in kurzer Zeit zusammengebaut werden. Hilfreich ist, dass das Werkzeug, das für den Zusammenbau benötigt wird, im Lieferumfang enthalten ist. Das Kettler Speedy mit einer Reifengröße von 10 Zoll ist für Kinder ab zwei Jahren geeignet und TÜV geprüft. Bei diesem Laufrad mit einem Gewicht von 3,3 Kilogramm und einer Sattelhöhe von 31 Zentimetern handelt es sich um ein Einsteigermodell, dass für Beginner hervorragend geeignet ist.

Laufrad aus Holz Pinolino “Pirat”

Das Laufrad “Pirat” von Pinolino kann bereits von Kindern ab zwei Jahren benutzt werden. Gefertigt ist das Holzlaufrad aus massiver Birke, so dass es mit Widerstandskraft und Stabilität überzeugt. Hervorzuheben ist, dass das Laufrad dennoch lediglich über ein Gewicht von moderaten 2,1 Kilogramm verfügt und von Kindern gut handelbar ist. Ausgestattet ist das Pinolino “Pirat” zudem mit 10 Zoll Luftreifen, die dafür sorgen, dass es auf differenten Untergründen gefahren werden kann. Und letztlich dürften viele Kinder von der auffälligen Optik des Laufrades begeistert sein.

Puky LR1 BR im Test

Das Laufrad Puky LR1 BR ist für Kinder ab einem Alter von drei Jahren konzipiert, die mindestens 95 Zentimeter groß sind. Bereits geübten Laufrad-Fahrern bietet das Puky LR1 BR viel Komfort.
Auch dieses Laufrad wird schon vormontiert geliefert und überzeugt durch eine gute Verarbeitung. Das Puky LR1 BR hat ein Eigengewicht von 5 Kilogramm und in der niedrigsten Einstellung eine Sattelhöhe von 34 Zentimetern. Sowohl Sattel als auch Lenker sind verstellbar. Das Puky verfügt über 12 Zoll Räder und kann bei älteren Kindern aufgrund der integrierten Bremse überzeugen.

Weitere laut Laufrad Test 2017 empfehlenswerte Modelle:
HUDORA 10 Zoll Laufrad Toddler
Pinolino Jojo Kinderlaufrad
Puky My first Puky Pukylino
Wishbone Recycled Edition 3-in-1
Early Rider Alley Runner

Preisspanne
Die Preisspanne für Laufräder ist recht hoch. Laut Laufrad Test 2017 ist ein günstiges Laufrad bereits für ungefähr 20 Euro zu haben. Zahlreiche hochwertigere Laufräder bewegen sich im Preissegment von 60 bis 90 Euro. Qualitativ hochwertige Laufräder von bestimmten Herstellern können allerdings auch weit mehr als 100 Euro kosten.

Alternative – Das Dreirad

Als mögliche Alternative für das Laufrad kann das Dreirad genannt werden. Bei einem Dreirad handelt es sich um ein Kinderfahrzeug, das – wie der Name bereits vermuten lässt – über drei Räder verfügt. In Deutschland ist es zulassungsrechtlich jedoch auch möglich, dass ein Dreirad de facto vier Räder besitzt. Dies nämlich dann, wenn ein Räderpaar als sogenanntes Zwillingsrad montiert wird. Neben dem Laufrad erfreut sich auch das Dreirad großer Beliebtheit, denn mit einem Dreirad können auch kleine Kinder fahren, ohne dass sie die Balance halten müssen. Einzige Schwierigkeit besteht im Treten der Pedale, allerdings werden die Kinder hierdurch ideal auf das Fahrradfahren vorbereitet.

Sie sehen: Während Kinder, die Dreirad fahren, bereits lernen, ordentlich in die Pedale zu treten, können Kinder, die Laufradfahren, früher üben, die Balance zu halten. Vice versa müssen sie jeweils die andere Fähigkeit beim Fahrradfahren erst noch erlernen. Dreiräder verfügen oftmals über eine sogenannte Schubstange, die es den Eltern ermöglicht, ihr auf dem Dreirad sitzendes Kind über längere Strecken zu Schieben sowie Richtung und Geschwindigkeit vorzugeben. Diese Optionen bestehen beim Laufrad dagegen nicht. Der Nachteil von Dreirädern besteht jedoch in ihren größeren Abmessungen aufgrund des dritten Rades. Somit gestaltet sich der Transport schwieriger. Zudem wird der Gleichgewichtssinn beim Dreiradfahren nicht geschult.

kleines Mädchen fährt mit seinem Laufrad durch heruntergefallenes Herbstlaub

Fragen & Antworten zum Thema Laufrad

Sollte ein Laufrad über eine Bremse verfügen oder ist sie unnötig?
Kleine Kinder, die das Laufradfahren erst lernen, können eine Bremse meist noch nicht effektiv bedienen oder sind mit der Koordination von Fahren und Bremsen überfordert. Teils sind sie auch nicht in der Lage mit ihren Händen genügend Kraft aufzubringen, um die Bremse zu betätigen. Zudem sind sie in der Regel mit zahlreichen gleichzeitig von statten gehenden Bewegungsabläufen überfordert.
Für ältere Kinder kann es dagegen sinnvoll sein, ein Laufrad mit einer Bremse zu kaufen.

Wie wird die optimale Laufrad-Lenkerhöhe eingestellt?
Im Allgemeinen sollte der Laufradlenker so eingestellt werden, dass das Kind den Lenker problemlos greifen und aufrecht sitzen kann. Dabei dürfen die Arme nicht durchgestreckt sein. Vielmehr sollten sie leicht angewinkelt sein. Auf diese Weise erhält das Kind eine ideale Übersicht, so dass es auf eventuelle Gefahren rechtzeitig reagieren kann. Wird der Lenker zu niedrig eingestellt, wird der Blickwinkel des Kindes zu stark nach unten gelenkt. Um sich zu orientieren, muss es den Kopf erst anheben, so dass in einer Gefahrensituation kostbare Reaktionszeit verloren geht.

Wie wird die optimale Laufrad-Sattelhöhe eingestellt?
Der Sattel des Laufrads sollte so eingestellt werden, dass das Kind beim Sitzen mit den Füßen gut den Boden erreicht. Während der Fahrt sollten die Beine etwas angewinkelt sein, denn nur so kann sich das Kind effizient vom Boden abstoßen.

Ist es möglich bei einem Laufrad eine Bremse nachzurüsten?
Dies ist von Produkt zu Produkt und von Hersteller zu Hersteller verschieden. Während bei manchen Laufrädern eine Bremse ohne Schwierigkeiten nachgerüstet werden kann, ist dies bei anderen Modelle nicht möglich.