Kamera Test 2017 – Die 10 besten Kameras im Testbericht

Testsieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Sony DSC-HX400V Canon SX530 HS Sony DSC-TX30 Panasonic LUMIX DMC-TZ58 Nikon Coolpix A900
Bewertung
Art Kompaktkamera Bridgekamera Kompaktkamera Kompaktkamera Kompaktkamera
Testergebnis 1.2 1.4 2.1 2.5 2.3
Megapixel 20.4 16 18.2 16 20.3
Brennweite 4,3 - 215 mm 4,3 - 215 mm 26 - 130 mm 4,3 - 86 mm 4,3 - 151 mm
Blende F2,8 - F6,4 F3,4 - F6,5 F3,5 - F4,8 F3,3 - F8 F3,4 - F6,9
Gewicht 635 g 442 g 127 g 249 g 298 g
Optischer Zoom 50-fach 50-fach, (100x ZoomPlus) 5-fach 20-fach 35-fach
Feature NFC, WLAN NFC, WLAN wasser- & staubdicht WLAN, Kipp-Display WLAN
Touch
Sensor EXMOR R CMOS CMOS CMOS CMOS
Effekte/ Modi
Displaygröße 3,0 Zoll 3,0 Zoll 3,3 Zoll 3,0 Zoll 3,0 Zoll
Speicherkarte SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC microSD, microSDXC SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC
Video Full HD Full HD Full HD Full HD MPEG/AVC
Zubehörschuh
Preis

390,86 €

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Systemkamera, Bridgekamera oder Kompaktkamera – Das sind die Unterschiede

Im Zeitalter der Smartphones scheint die klassische Kamera für viele bereits zum alten Eisen zu gehören. Schließlich tragen Sie in Ihrem Smartphone ja auch ständig eine – durchaus brauchbare – Kamera bei sich. Um jedoch wirklich kompositorisch tätig werden zu können und spektakuläre, filmische Aufnahmen zu machen, bedarf es dann aber doch einer eigenständigen Digitalkamera. Denn nur mit den flexiblen Objektiven und manuellen Einstellungsoptionen einer Kamera haben Sie wirklich die absolute Hoheit über den Inhalt Ihrer Bilder. Daher stellen wir Ihnen im folgenden Kamera Test 2017 die verschiedenen Arten von Kameras vor, erklären Ihnen, wie eine Digitalkamera überhaupt funktioniert und zeigen Ihnen Vor- und Nachteile der verschiedenen Kamera-Modelle – damit auch Sie genau die Kamera finden, die auf Ihre Bedürfnisse maßgeschneidert ist.

Analog vs. Digitalkamera

Analog war gestern – Die Kamera im Digitalzeitalter

Nostalgiker und ältere Semester erinnern sich sicherlich noch an jene Zeiten, als Fotografie noch mit analogem Film verknüpft war. Als die Entwicklung mehrere Tage dauerte und der Film in der Kamera auch erst einmal voll werden musste. Seitdem die Digitalkamera sich auch technisch in Geschwindigkeit und Kontrastreichweite mit einer analogen Kamera messen kann, ist Fotofilm wirklich nur noch etwas für Liebhaber. Dabei besitzen Digitalkameras gleich mehrere Vorteile gegenüber ihren analogen Vorgängern und funktionieren doch ganz ähnlich. Analoge Kameras setzen hinter den Verschluss der Kamera (bei Spiegelreflexkameras war noch der Spiegel vorgeschaltet) ein Stück Film, das kurz belichtet und dann aufgerollt wurde. Durch die Belichtung brennt sich das Bild in das Filmmaterial ein, die Zeit der Belichtung und die Objektivblende entscheiden dabei den Kontrast, während auch das Filmmaterial selbst einen entscheidenden Einfluss auf Färbung und Look des Bildes legt. Eine Digitalkamera hat an der Stelle des Filmstreifens einen Bildsensor. Der Sensor der Kamera ist es, der Farbe und Helligkeit anhand von RGB- und Luma-Werten aufzeichnet und so entsteht in der Digitalkamera ein Bild, welches anschließend auf ein Speichermedium geschrieben wird.
Durch modernere Bildprozessoren geht das inzwischen ohne Verzögerung, ältere Digitalkameras kämpften – in der Anfangszeit der digitalen Fotografie – noch mit Lags. Der Look eines bestimmten Bildes ist aber nicht nur von Hersteller und Modell des Sensors abhängig, bereits in der Kamera können bestimmte Profile (für Landschaften, Portraits oder Nachtaufnahmen) eingestellt werden, welche eine künstlerische Varianz erlauben. Der entscheidende Nachteil einer Digitalkamera gegenüber Film ist jedoch die mangelnde Kontrastreichweite, also der Abstand zwischen dem dunkelsten noch sichtbaren und dem hellsten noch sichtbaren Punkt. Hier verschwinden viele Details in reinem Weiß oder Schwarz. Um dies auszugleichen, greift eine digitale Kamera zu einem Trick: Sie speichert nicht nur ein Bild, sondern alle Bildinformationen in einem flexiblen Format (RAW) ab. Lediglich Belichtungszeit und Blende sind hier feste, physische Werte, alles andere kann in unterschiedlichen Bildbereichen frei justiert werden. Da nicht jede Kamera im RAW-Format speichern kann, noch ist das für jede Digitalkamera praktikabel, setzen kleinere Kameras oft auf HDR-Fotografie. Für HDR-Bilder werden mehrere Aufnahmen in unterschiedlichen Belichtungsstufen miteinander kombiniert und zu einem sehr intensiven Bild zusammengesetzt. Durch diese Funktionalitäten kann die moderne Digitalkamera auch mit einer professionellen, analogen Kamera mithalten. Doch es gibt unterschiedliche Typen von Digitalkamera, die wir Ihnen von der kleinsten bis zur größten vorstellen wollen.

Der Einstieg mit der Kompaktkamera – Die kleinste Stand-Alone-Kamera

Die klassische Kompaktkamera hat in den letzten Jahren stark an Standing verloren und das liegt vor allem an Smartphones. Für viele war die Kompaktkamera der günstige Einstieg in die Digitalfotografie, doch aufgrund der kleinen Bildsensoren und der oft nicht umgehbaren Bildautomatik sind und bleiben Kompaktkameras Einsteigermodelle. Die Fotos werden hier oft einfach nicht besser als mit der Kamera im Handy und auch das fest verbaute Objektiv gibt Ihnen kaum Spielraum bei der Bildgestaltung. So werden Sie vermutlich kaum ein zusätzliches Gerät bei sich tragen, wenn die Bildresultate nicht sehr viel besser als mit Ihrem Smartphone sind. Anders als ältere Sucherkameras haben aber auch Kompaktkameras zumindest den Vorteil, dass sie auf dem Display der Kamera genau das Bild sehen, das aufgenommen wird. Die Kompaktkamera hat vor allem dort eine Nische gefunden, wo Smartphones versagen: In der freien Wildbahn. So sind viele Kompaktkameras wasserdicht, staubresistent und können auch einmal zu Boden fallen, ohne zu Bruch zu gehen. Die Sony DSC-TX30 etwa bietet nicht nur eine bestechende Bildqualität und ein Touchdisplay, die Kamera ist auch bis zu 10 Meter wasserdicht. Damit fischt Sony im Gewässer von GoPro-Actionkameras, verbindet dies aber mit dem Komfort einer Kompaktkamera. Insgesamt sind Kompaktkameras klein, handlich und leicht zu bedienen. Robustere Modelle trotzen auch widrigen Witterungsbedingungen und sind ideal für Einsteiger. Günstige Alternativen wie die Rollei Sportsline 60 sind bereits für um die 50,- Euro erhältlich.

Bridgekamera - Digitalkamera

Die Bridgekamera als Kamera-Hybrid für Einsteiger

Die Bridgekamera ist gewissermaßen das Kind aus Spiegelreflex- und Kompaktkamera. So verfügt die typische Bridgekamera über einen größeren Sensor (und damit ein besseres Bild) als vergleichbare Kompaktkameras, aber das Objektiv ist dennoch verbaut. Auch wenn die Bridgekamera ein besseres und vielseitigeres Objektiv nutzt, wird die Funktionalität hier dennoch eingeschränkt.
Elektronische Sucher bieten eine zusätzliche Option bei der Wahl des Bildausschnitts und geben Belichtung und Schärfe auch bei schlechten Sichtbedingungen auf den Monitor adäquat wieder.
Die Bridgekamera ist in der Regel leichter zu bedienen als eine vergleichbare Spiegelreflexkamera und liefert bessere Bilder als eine Kompaktkamera. Jedoch erbt die Bridgekamera auch die Nachteile beider Modelle. Eine Bridgekamera liegt etwas schwerer in Ihrer Hand und nimmt durch das bessere Objektiv und den verbauten Spiegel mehr Platz in Ihrer Tasche weg. Außerdem sind Sie in Ihren kreativen Möglichkeiten nach wie vor beschränkt. Eine Bridgekamera eignet sich dann für Sie, wenn Sie einen behutsamen Einstieg in die professionelle Fotografie wünschen und den Schritt zur Spiegelreflexfotografie noch scheuen oder Sie sich einfach bessere Fotos wünschen, sich aber nicht mit Objektiven und Belichtungszeiten auseinander setzen möchten. Die Bridgekamera Sony Cyber-shot DSC HX400 bietet nicht nur eine tolle Qualität, sondern auch ein großartiges Preis-Leistungsverhältnis. Wenn Sie lieber eine sehr leichte Kamera bei sich tragen, sollten Sie sich die Canon PowerShot SX530HS näher ansehen.

Das hat System – Die Profi-Kamera ohne Spiegel

Die Systemkamera bezeichnet als Sammelbegriff eine kompakte, aber spiegellose Digitalkamera mit Wechselobjektiven. Der Begriff Systemkamera schließt die Spiegelreflexkamera aus, auch wenn diese – rein logisch – auch eine Systemkamera ist.
Eine wirkliche Aussage über die Qualität anhand des Begriffs Systemkamera ist hier kaum möglich, denn die Reichweite bei der Systemkamera ist extrem. Ein kleiner Bildsensor macht aus einer Systemkamera eine Kompaktkamera mit Wechselobjektiv – Varianten mit Vollformatsensor sind jedoch ein vollwertiger und professioneller Ersatz für die Spiegelreflexkamera. Systemkameras sind meist klein und schmal und mit einem Pancake-Objektiv leicht transportabel. Da die Objektive separat erworben werden, fällt Ihnen später der Umstieg in die Spiegelreflexfotografie umso leichter und auch als Profi kann eine Systemkamera eine sinnvolle Ergänzung sein. Als High-End-Modell besonders empfehlenswert ist auch die Sony A7S II, denn diese bietet eine unvergleichliche Lichtempfindlichkeit. In der Nacht, auf Konzerten oder bei Kerzenschein werden so noch gestochen scharfe Aufnahmen möglich. Allerdings ist die Sony A7S II kein Einsteigermodell, sondern eine spiegellose Vollformatkamera – und auch entsprechend teuer. Aufgrund ihrer Qualität und professionellen Flexibilität wird die Sony A-Serie oft auch als DSLR geführt, technisch ist es aber eine Kamera ohne Spiegel und daher eine Systemkamera. Günstige Modelle bietet etwa Panasonic mit der Lumix DMC-G6.

Alpha und Omega – Die Spiegelreflexkamera

Testsieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Canon EOS 750D Pentax K-S2 Pentax K-70 Nikon D7200 Sony Alpha 68
Bewertung
Testergebnis 1.3 1.6 2.2 2.1 2.4
Megapixel 24,2 20,1 24 24,2 24
Obermaterial Polykarbonat Kunststoff Magnesiumlegierung Magnesiumlegierung Kunststoff
Gewicht 555 g 677 g 688 g 765 g 675 g
Feature - wetterfest ISO 102.400 ISO 25.600, Zeitraffer ISO 25.600
Touch
Sensor CMOS AF III CMOS CMOS DX, CMOS CMOS
WLAN/NFC
Displaygröße 3,0 Zoll 3,0 Zoll 3,0 Zoll 3,2 Zoll 2,7 Zoll
Beweg-Monitor
Speicherkarte SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC SD MS Pro-HG Duo, SDHC
Video Full HD Full HD Full HD Full HD Full HD
Zubehörschuh
Preis

585,00 €

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489,00 €

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699,00 €

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918,00 €

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Im Bereich der professionellen Fotografie führt kein Weg an der Spiegelreflexkamera vorbei. An der Funktionsweise von Spiegelreflexkameras seit den frühesten Tagen der Fotografie wenig geändert. Das Bild wird über einen Spiegelaufnahmegetreu in den Sucher der Kamera reflektiert, dieser Sucher klappt bei der Aufnahme hoch und gibt so den Sensor frei. Bei dieser Kamera steht das Bild im Vordergrund. Daher besitzt die Spiegelreflexkamera kein verbautes Objektiv, sondern nur einen Mount, an dem Sie je nach Wunsch ein Objektiv anbringen. Die Speicherung im RAW-Format, die Option des professionellen Filmens, die Gestaltungsfreiheit und die manuellen Optionen machen Sie zum alleinigen Bildkomponisten. Um das wirklich auszureizen, müssen Sie mit der Kamera manuell fotografieren, was für Einsteiger oft eine langwierige Umstellung ist. Die Option, das Objektiv frei zu wählen, mag auch aus kompositorischen Gründen reizvoll sein, eine Sammlung guter Objektive liegt jedoch (mindestens) im vierstelligen Bereich. Wenn Sie professionell fotografieren wollen, führt kein Weg an einer Spiegelreflexkamera vorbei, aber auch für Einsteiger gibt es gute Modelle für einen behutsamen Umstieg. Als High-End-Modell schneidet die Nikon D7200 SLR besonders gut ab. Ein bestechendes Bild, Kompatibilität mit Nikons vielseitiger Objektivfamilie und ein großartiger Bildsensor sprechen für die D7200 – wenn Sie mit Ihrer DSLR auch filmen möchten, sollten Sie sich aber bei der Konkurrenz von Canon oder Sony umsehen. Als Ein- und Umsteiger sollten Sie auf eine Kamera von Canon setzen (etwa EOS 1300D oder 750D). Die Einsteigermodelle von Canon bieten nicht nur eine tolle Kompatibilität und eine große Auswahl an Zubehör, sondern sind durch den Klappmonitor und die vielen Kompositionshilfen auch extrem zugänglich. Die manuelle Komposition der Kamera ist hier gewissermaßen ein Bonus. Bei der Spiegelreflexkamera ist die Wahl zwischen Nikon, Canon und Sony längst zur Glaubensfrage geworden und langjährige Fotografen machen ihre Entscheidung oft von der bereits erworbenen Ausrüstung abhängig. Über adaptierbare Mounts und Speedbooster können aber zumindest die Objektive auch auf einer Kamera anderer Hersteller verwendet werden.

Die Wahl der perfekten Kamera

Die Vielseitigkeit verfügbarer Digitalkameras bietet Ihnen eine umfangreiche Auswahl beim Kauf einer neuen Kamera. Was die richtige Kamera für Sie ist, hängt aber von Ihren Bedürfnissen ab. Sind Sie viel in der Natur, ist eine robuste Kompaktkamera eine tolle Wahl. Zwar müssen Sie Abstriche bei der Bildqualität machen, dafür funktioniert die Kamera auch nach der Reise noch. Wollen Sie die bestmögliche Bildqualität und sind bereit, auf ein zukunftsfähiges (wenn auch teures) System zu setzen, dann kommen Sie um den Kauf einer hochwertigen Systemkamera oder einer Spiegelreflexkamera nicht umher. Hier haben Sie die größtmögliche Freiheit und können wirklich professionell arbeiten, müssen jedoch auch entsprechend viel investieren – vor allem in Objektive. Ein qualitativer Unterschied zwischen Systemkamera und Spiegelreflexkamera ist nicht pauschal feststellbar.
Im Zweifelsfall gilt aber die alte Fotografen-Weisheit: Die beste Kamera ist die, die Sie bei sich haben.