Akkuschrauber Test 2017 – Die Top 5 im Testbericht

Testsieger Preis-Leistungs-Sieger
Dewalt DCD790D2-QW Akku-Bohrschrauber
Bosch Professional GSB 18-2-LI Plus Akku-Schlagbohrschrauber blau, 06019E7100
Milwaukee Akku-Bohrschrauber M12 BDDX Set mit Bohrfutter-Schnellwechsel-System
Makita HP331DSMJ Akku-Schlagbohrschrauber, 2 Akkus und Ladegerät im Makpac
Bosch Akku-Bohrschrauber PSR 10,8 LI-2, inkl. Akku und Ladegerät 06039A4000
Modell Dewalt DCD790D2 Bosch Professional 06019E7100 Milwaukee M12 BDDX Makita HP331DSMJ Bosch 06039A4000
Bewertung
Testergebnis 1.1 1.3 1.7 2.1 2.8
Akku 18 V, 2 Ah 18 V, 2 Ah 12 V, 2 Ah 10,8 V, 4 Ah 10,8 / 1,5 Ah
Gewicht 1,6 kg 1,5 kg 1,2 kg 1,3 kg 0,95 kg
Drehmoment max. 23 / 60 Nm 24 / 63 Nm 32 Nm 14 / 30 Nm 13 / 26 Nm
Ladeanzeige
Bohr-Ø Holz 38 mm 38 mm 25 mm 21 mm 20 mm
Leerlaufdrehzahl 0-600/2000 0-500 / 0-1900 0 - 400/0 - 1500 0-450 / ​0-1700 0 - 370/0 - 1200
Lichtfunktion
Überlastschutz
Bohrfutter 1,5 - 13 mm 1,5 - 13 mm 1,5 - 10 mm 0,8 - 10 mm 10 mm
Extra Bürstenlos Schlagwerk Verschiedene Aufsätze inkl. Schlagwerk -
Aufladegerät
Ersatz-Akku
Preis

218,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

172,90 €

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Akkuschrauber: Alleskönner ohne Kabel

Aus der Werkzeugkiste ist der Akkuschrauber kaum mehr wegzudenken. Mit ihm können schnell und mühelos zahlreiche Schrauben verarbeitet werden. Akkuschrauber sind zudem in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Daher machen viele der praktischen, kabellosen Helfer inzwischen auch beim Bohren eine gute Figur. In unserem Akkuschrauber Test 2017 zeigen wir Ihnen auf welche Eigenschaften bei aktuellen Geräten geachtet werden sollte.

Die Akkuspannung in Volt: Wichtig aber nicht alleine entscheidend

Dabei steht natürlich zunächst einmal die Leistungsstärke im Vordergrund. Hier fällt der erste Blick auf die Akkuspannung in Volt (V). Weit verbreitete Werte sind 3,6 V, 10,8 V, 12 V, 14,4 V und 18 V. Die Akkuspannung kann allerdings nicht das alleinige Kriterium für eine Wahl sein, sondern bietet nur einen ersten Anhaltspunkt.

Akkuschrauber mit immer stärkeren Akkus

Ein weiterer Wert, der eingerechnet werden muss, ist die elektrische Ladung oder Stärke des Akkus. Sie wird in Amperestunden (Ah) oder Milliamperestunden (mAh) angegeben. In diesem Punkt haben die Akkuschrauber mittlerweile deutlich an Stärke zugelegt. Aktuelle Akkuschrauber sollten einen Wert von über 1.000 mAh (1 Ah) aufweisen. Der Standard liegt gegenwärtig zwischen 1,5 Ah und 2,5 Ah. Sehr leistungsstarke Akkuschrauber bringen aber auch 3, 4 oder wie der Makita HP331DSMJ Akku-Bohrschrauber sogar 4 Ah mit.

So berechnen Sie die Akkuschrauber-Leistung in Watt

Die elektrische Leistung der Akkuschrauber in Wattstunden oder einfach Watt (W) wird leider häufig nicht angegeben, lässt sich aber ganz einfach selber berechnen. Hierzu müssen nämlich nur V und Ah miteinander multipliziert werden. Ein Akkuschrauber mit 10,8 V und 2 Ah hat also eine elektrische Leistung von 21,6 W. Im Vergleich dazu bringt es ein Modell mit 14,4 V und 1,5 Ah ebenfalls auf 21,6 W. Diese Gegenüberstellung verdeutlicht, warum derzeit das Angebot in der 10,8-V-Klasse erheblich zunimmt, während das Angebot von 14,4-V-Geräten abnimmt. Mit stärker werdenden Akkus kann nämlich bei geringerer Voltzahl die gleiche Leistung erreicht werden. Ein Beispiel dafür ist der Bosch 06039A4000 Akku-Bohrschrauber 10,8 V/1,5 Ah.

AkkuschrauberDas Drehmoment sagt, wie kräftig zugepackt wird

Ebenso wichtig ist es, darauf zu achten, welche Kraft der Akkuschrauber überträgt. Hierbei handelt es sich um das Drehmoment, das in Newtonmeter (Nm) angegeben wird. Natürlich ist es gut, wenn der Akkuschrauber ein möglichst hohes Drehmoment hat. Das maximal erreichbare Drehmoment ist aber auch abhängig vom Material auf das es einwirkt. Daher sind hier zwei Werte angegeben: einmal für weiches Material und einmal für hartes. Für leichte Schraubarbeiten, wie beim Zusammenbau eines Regals, reicht übrigens schon eine Kraft zwischen 3 und 5 Nm aus. Hierauf sind Mini-Ausführungen wie der Bosch DIY IXO 5. Generation oder der günstige Einhell Knick TC-SD 3,6 Li spezialisiert. Mit 20 bis 30 Newtonmeter können auch anspruchsvollere Aufgaben erledigt werden. Ein herausragender Vertreter ist hier der Bosch Professional GSR 10,8-2-LI Akku-Bohrschrauber 2 Ah. Nicht ganz so stark aber immer noch kraftvoll und dabei ausgesprochen günstig ist der TROTEC Professional PSCS 10-12V. In Highend-Bereichen können Akkuschrauber sogar deutlich über 40 Nm Maximalkraft ausüben. Ein Kraftpaket hier ist der Bosch Professional 06019E7100 , der es auf maximal 63 Nm bringt.

Niedrige Drehzahl beim Schrauben, hohe beim Bohren

In diesem Zusammenhang muss aber auch noch ein zweiter Wert nämlich die Leerlaufdrehzahl berücksichtigt werden. Beim Schrauben in Holz beispielsweise wird ein eher höheres Drehmoment bei geringerer Drehzahl benötigt. Dies auch allein schon deswegen, weil bei einer hohen Drehzahl das Material zu stark erhitzen könnte. Beim Bohren hingegen sollte die Drehzahl höher sein. Es ist also wichtig, dass Drehmoment und Drehzahl möglichst fein einstellbar sind. Die meisten Akkuschrauber sehen hier zwischen 15 und 25 Abstufungen vor. Bei manchen kommt eine spezielle Bohrstufe dazu, die bei den Einstellmöglichkeiten für das Drehmoment oft mit dem Zusatz “+1” bezeichnet wird. Dazu ist es zumindest bei größeren Geräten zum Standard geworden, dass zwischen zwei Gängen mit unterschiedlicher Drehzahl gewählt werden kann. Einige Top-Akkuschrauber wie der Makita BDF451RFE 18 V stellen sogar drei Gänge zur Verfügung.

Lithium-Ionen-Akku die beste Wahl

In der Vergangenheit wurden Akkuschrauber mit verschiedenen Akku-Typen ausgestattet. Darunter waren: Nickel-Cadmium-Akku, Nickel-Metallhydrid-Akku und Lithium-Ionen-Akku. Sinnvoll ist davon nur die Entscheidung für einen Lithium-Ionen-Akku, der heute in nahezu allen Geräten zu finden ist. Er weist keinen Memory-Effekt auf. Das heißt, er kann entsprechend der Bedienungsanleitung von sowie bis zu einem beliebigen Ladezustand geladen werden, ohne Schaden zu nehmen. Ein Vorteil ist zudem, dass bei aktuellen Lithium-Ionen-Akkus so gut wie keine Selbstentladung stattfindet. Der Akkuschrauber kann also ohne weiteres auch einmal einige Wochen ungenutzt in der Schublade liegen und bleibt doch einsatzbereit.

Wechselakku für unterbrechungsfreies Arbeiten

Nach Möglichkeit sollte der Akku wechselbar sein. Ein fest in den Akkuschrauber integrierter Akku hat nämlich den Nachteil, dass die Aufladung am Gerät selber erfolgt, wodurch die Arbeit unnötig unterbrochen wird. Bei einem Wechselakku hingegen kann ein Zweit- oder Dritt-Akku bereitgehalten sowie separat in einer Ladestation aufgeladen werden. Dabei sollte natürlich auch auf die Ladezeiten geachtet werden. Im Hochleistungsbereich liegen Sie bei 15 bis 30 Minuten. Aber auch eine Ladezeit von einer Stunde, die selbst günstige Akkuschrauber bieten, ist ein guter Wert.

Akkuschrauber mit Akku

Was sind bürstenlose Akkuschrauber?

Neuerdings finden sich im Angebot zunehmend auch bürstenlose Akkuschrauber wie der Dewalt DCD790D2 18 V/2,0 Ah. Dies bezieht sich auf den Aufbau des Motors, in dessen Innerem keine Bürsten zur elektrischen Verbindung mehr erforderlich sind. Der Vorteil dabei ist eine erhöhte Lebensdauer, eine bessere Leistung bei geringerem Stromverbrauch sowie eine kompaktere Bauform. Außerdem entfällt selbstverständlich ein eventueller Austausch von abgenutzten Bürsten. Allerdings ist die dahinterstehende Technologie aufwändiger, sodass bürstenlose Akkuschrauber etwas teurer sind.

Worauf ist sonst noch zu achten?

Beim Bohrfutter schließlich ist es günstiger, sich für ein Schnellspannbohrfutter zu entscheiden. Bei dieser Ausführung ist kein Schlüssel mehr erforderlich, um Bohrer oder Bit-Aufsätze zu wechseln. Ein weiteres sinnvolles Ausstattungsmerkmal ist eine Leuchte oder LED. Sie kann punktgenau den Bereich, indem geschraubt oder gebohrt werden soll, ausleuchten und damit die Arbeit enorm erleichtern.

Die verschiedenen Akkuschrauber-Klassen im Test

Beim Ausdruck Akkuschrauber handelt es sich genau genommen um eine Sammelbezeichnung, die verschiedene Geräteklassen beschreibt.

Mini-Akkuschrauber

Hierbei handelt es sich um kleinformatige, äußerst handliche Akkuschrauber. Für Sie sind Akku-Spannungen unter 9,6 Volt typisch. Meist kommen sie mit 3,6 Volt aus. Außerdem weisen sie mehrheitlich kein Bohrfutter auf, sondern haben eine Bit-Halterung fest integriert. Das ist auch sinnvoll, da diese Akkuschrauber zum Bohren nicht geeignet sind. Für normale Schraubarbeiten hingegen sind sie ausreichend ausgerüstet und können mit einem Gewicht von meist deutlich unter 500 Gramm gut mitgeführt werden. Vorteilhaft sind auch ihre günstigen Anschaffungskosten. Top-Geräte wie der Bosch DIY IXO 5. Generation bewegen sich preislich um die 40 Euro. Sehr günstige Mini-Akkuschrauber wie der Einhell Knick TC-SD 3,6 Li sind aber auch schon für rund 20 Euro zu haben.

Heimwerken

Akkuschrauber und Akkubohrschrauber

Eine sinnvolle Unterscheidung zwischen Akkuschraubern und Akkubohrschraubern ist heute nicht mehr möglich. Bei Geräten außerhalb des Mini-Bereichs sind zwei oder mehr Gänge die Regel geworden. Mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten, hohen maximalen Drehzahlen, einem Drehmoment selten unter 20 Nm und einem Akku mit deutlich mehr als einer Ah sind neben Schraubarbeiten in begrenztem Umfang immer auch Bohrungen möglich. In der Mittelklasse liegen die Akkuschrauber hier bei 10,8 Volt und 1,5 Ah. Bei Nutzern sowie im Akkuschrauber Test 2017 konnte dabei der Bosch 06039A4000 ab 100 Euro überzeugen. Sparfüchse entscheiden sich aber auch gerne für den TROTEC Professional PSCS 10-12V, für den bei guten Leistungs- und Qualitätsmerkmalen nur knapp 35 Euro fällig werden. In der Oberklasse werden 18 Volt sowie Akkus mit 2 Ah oder mehr geboten. Zu den Platzhirschen hier gehört derAkkuschrauber Dewalt DCD790D2. Mit einem Einstandspreis ab 90 Euro deutlich günstiger und doch hervorragend getestet ist der Einhell TE-CD 18 Li Power X-Change. In der gehobeneren Preisklasse ist der Milwaukee M12 BDDX mit rund 230 € ein komfortabler Akkubohrschrauber, da er mit einem Bohrfutter-Schnellwechsel-System ausgestattet ist und mit den 1,2 kg Gewicht gehört er zu den leichten Modellen.

Akkuschlagschrauber

Für eine noch bessere Bohrleistung stehen Akku-Schlagschrauber. Sie haben ein in der Regel abschaltbares Schlagwerk integriert, womit der Bohrer nicht nur eine Drehbewegung ausführt sondern zudem in schnellen Intervallen auf das Material einschlägt. Damit können bedingt auch Bohrungen in Betonwände vorgenommen werden. Allerdings sind Akkuschrauber mit Schlagwerk natürlich nicht vergleichbar mit einer ausgewachsenen Schlagbohrmaschine. Als Leistung sollten hier mindestens 18 Volt und 2 Ampere Stunden gewählt werden. Genügend Power bringt in dieser Klasse der Bosch Professional 06019E7100. Dieser Akkuschrauber überzeugt sowohl mit Leistung als auch dem Preis.

Akkuimpulsschrauber

Akkuimpulsschrauber sind eine Neuentwicklung. Bei ihnen wird das Drehmoment nicht mechanisch sondern über Öldruck erzeugt. Damit können deutlich höhere Werte erreicht werden. Akkuimpulsschrauber gehören allerdings nicht nur zu den leistungsstärksten Geräten sondern auch zu den teuersten. So sind beispielsweise für den Makita 14,4V/4,0 Ah, rund 670 Euro zu berappen. Dafür bietet dieser zudem äußerst handliche Akkuschrauber aber ein maximales Drehmoment von sage und schreibe 160 Nm.

Fragen & Antworten zum Thema Akkuschrauber

Was ist ein Akku-Bohrschrauber?
Ein Akku-Bohrschrauber vereint in einem Gerät Akkuschrauber und Bohrmaschine. Es können also sowohl Löcher gebohrt, als auch Schrauben verschraubt werden. Meistens besitzt ein Akkuschrauber zwei Gänge: den ersten zum Schrauben und den zweiten zum Bohren. Mithilfe des verstellbaren Bohrfutters lassen sich nahezu alle Bohrer einspannen.

Welcher ist der beste kleine Akkuschrauber?
Der beste kleine Akkuschrauber ist natürlich nicht einfach so auszumachen. Es kommt dabei vor allem auf die Vorstellungen des Käufers an, also zu welchen Zwecken der Akkuschrauber genutzt werden soll. Grundsätzlich gilt, das haben auch mehrere Tests der Stiftung Warentest gezeigt: Hoher Preis bedeutet nicht gleich hohe Qualität. In vielen Tests taucht immer wieder Bosch als Sieger auf. Dabei kann man sich sowohl auf gute Qualität, als auch auf einen fairen Preis einstellen.

Wo produziert Bosch Akkuschrauber?
Wie alle großen Hersteller verlagert natürlich auch Bosch aus Kostengründen viele Herstellungsprozesse mittlerweile nach Asien. Anhand des Typenschildes auf den Akkuschraubern lässt sich erkennen, wo welches Produkt herkommt. Wichtig ist: Herstellung in Asien bedeutet nicht gleich schlechte Qualität. Namhafte Hersteller wie Bosch könnten sich eine solche Publicity gar nicht leisten. Bosch stellt hauptsächlich die Serie der kleinen Akkuschrauber in Asien her. Größere und professionellere Akkuschrauber werden weiterhin in Deutschland oder der Schweiz gefertigt.

Welche Akkus für Akkuschrauber verwenden?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei großen Akkugruppen in der Akkuschrauberproduktion: die Ni-Cd Akkus und die Li-Ionen Akkus. Ni-Cd Akkus haben im Vergleich zu Li-Ionen Akkus eine relativ hohe Selbstentladung. Dadurch kann es bei längerem Nichtgebrauch dazu kommen, dass der Akku erst geladen werden muss, um wieder Leistung bringen zu können. Li-Ionen Akkus hingegen sind von diesem Problem nahezu verschont.

Welches Drehmoment ist beim Akkuschrauber sinnvoll?
Kleine Akkuschrauber beginnen bei 3,6 Volt und 5 Nm. Ein „Mittelmaß“, findet man bei ca. 10 Volt und 30 Nm. Stärkere Akkuschrauber haben dann aber 12, 14,4 oder gar 18 Volt bei einem maximalen Drehmoment von 40, 45 oder gar 50 Nm. Natürlich hängt das Kriterium des Drehmoments v.a. von dem Nutzungsvorhaben ab, aber prinzipiell ist der Griff zum stärkeren Modell nie schlecht, da man so immer etwas „Luft nach oben“ hat und so relativ vielseitig arbeiten kann.